Warum es Léconic gibt – Andrea Wolf und Candida Heinrich-Piras über die Lücke in der deutschen Hochzeitsbranche
Episode 001
22. Juli 2026
Manche Projekte entstehen aus einer einzelnen Beobachtung. Bei Léconic war es das Gefühl, dass etwas fehlt. In der ersten Folge von Dirty Wedding Talk sprechen Andrea Wolf und Candida Heinrich-Piras darüber, wie aus Gesprächen unter Kolleginnen über zwei Jahre hinweg eine Plattform wurde – und warum ihnen früh klar war, dass die Idee größer werden würde als ursprünglich gedacht.
Die Ausgangsbeobachtung ist so einfach wie zutreffend: Inspiration gibt es in der Hochzeitsbranche im Überfluss. Instagram, Pinterest, unzählige Feeds liefern ununterbrochen Bilder. Was dabei verloren geht, ist Orientierung. Beide beschreiben, wie dieser Overload nicht Klarheit erzeugt, sondern Druck – bei Paaren, die das Gefühl bekommen, immer noch etwas leisten zu müssen, und bei Dienstleistern, die sich in einem permanenten Vergleich wiederfinden. Léconic ist als Gegenentwurf gedacht: ein Ort, der nicht nur inspiriert, sondern einordnet.
Die Gründerinnen und Gründer bringen unterschiedliche Perspektiven mit. Andrea Wolf ist seit 2013 in der Branche tätig und verantwortet Form und Ästhetik – bekannt ist sie unter anderem für die Color Moodboards, mit denen bis heute gearbeitet wird. Candida Heinrich-Piras arbeitet als Fotografin unmittelbar an Paaren und Dienstleistern und ist über das Mannheimer Wedding Meetup sowie das German Wedding Meetup seit Jahren als Gastgeberin in der Branche vernetzt. Zum dritten Gründer Max Jan Heinrich, der in dieser Folge hinter der Kamera sitzt, gehört maßgeblich der Anteil daran, dass aus einer Idee ein tragfähiges Projekt geworden ist. In der Folge erzählen Andrea Wolf und Candida Heinrich-Piras offen, wie ihre Zusammenarbeit entstanden ist, was sie aneinander schätzen – und woran es zwischendurch auch mal hakt.
Ein zentraler Gedanke der Folge ist das Missverhältnis zwischen dem, was öffentlich gezeigt wird, und dem, was tatsächlich passiert. Vieles wird in der Branche nur hinter vorgehaltener Hand besprochen, spät am Abend, unter Vertrauten. Genau dafür soll Dirty Wedding Talk Raum schaffen: nicht als Provokation, sondern als ehrliches Gespräch. Über Business-Realität und Profitabilität, über Preis- und Qualitätsfragen, über Fehler und Learnings – und über die Menschen und Marken hinter der Arbeit, die sonst anonym bleiben.
Ein Auftakt, der zeigt, worum es Léconic geht: der deutschen Hochzeitsbranche Gesicht und Stimme zu geben – und ein Zuhause, in dem Zusammenhänge sichtbar werden.









